Good Acting Salon · Online · 27. Mai 2026


Good Acting Salon · Online

Dein Körper reagiert die ganze Zeit. Du liest ihn nur nicht.

Im Monolog stehst du allein. Kein Partner, der dir Impulse gibt. Aber dein Körper — Kiefer, Schultern, Hände, Atem — reagiert. Auf den Text, auf die Situation, auf deine Angst. Das ist kein Störgeräusch. Das ist Material.

Mittwoch, 27. Mai 2026 · 18:00 Uhr · Online via Zoom

90 Minuten · Gratis

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Meisner sagt: Nimm wahr, was dein Gegenüber tut. Was, wenn du dein eigenes Gegenüber bist?

In der Meisner-Technik lernst du, auf deinen Partner zu reagieren. Auf das, was er tut. Körperlich. Jetzt. In diesem Moment.

Aber im Monolog hast du keinen Partner.

Also kontrollierst du. Planst. Stellst Gefühle her. Und wunderst dich, dass es sich tot anfühlt.

Was wäre, wenn du stattdessen anfängst, dich selbst zu lesen? Deine Schultern, die hochgehen. Deinen Kiefer, der spannt. Deinen Atem, der flach wird. Das sind keine Fehler. Das ist Behaviour — dein eigenes. Und es ist spielbar.

Was auftaucht, wenn du hinschaust — verändert, wie du spielst.

Am Anfang fühlt sich die Selbstbeobachtung mechanisch an. Roboterhaft sogar. Aber dann passiert etwas: Du benennst, was dein Körper tut — und im Moment des Benennens verändert es sich.

Plötzlich kommen Impulse schneller, als du denken kannst. Der nächste ist schon da, bevor du den letzten verarbeitet hast. Du musst nichts erfinden. Du musst nur wahrnehmen.

Das Ergebnis: Mehr Präzision. Mehr Lebendigkeit. Weniger Kampf. Nicht weil du etwas richtig machst — sondern weil du aufhörst, gegen dich zu arbeiten.

30 Jahre Bühne · Regie-Ausbildung Max Reinhardt Seminar · Dozentin an zwei Schauspielschulen in Wien

Was wir machen

Du wirst lernen, dich selbst als Partner zu benutzen.

1

Wahrnehmen

Was macht dein Körper gerade? Nicht was er machen sollte. Was tut er wirklich — Kiefer, Schultern, Hände, Atem? Das Erste, was dir auffällt, ist das Richtige.

2

Benennen

Du gibst dem, was du wahrnimmst, Worte. Nicht analysieren. Nicht bewerten. Ein Wort. Laut. Und du wirst spüren: Allein das Benennen verändert, was passiert.

3

Folgen

Von einer Wahrnehmung kommt die nächste. Du musst nichts kreieren. Du folgst der Kette — und plötzlich bist du im Spiel, ohne es hergestellt zu haben.

Ein Gedanke, der aufhält

„Aber das lenkt mich doch ab vom Spielen.“

Das Gegenteil. Wenn du wahrnimmst, was dein Körper tut, wirst du nicht abgelenkt — du wirst präziser.

Weil du aufhörst, Bewegungen zu machen, die du nicht meinst. Weil deine Hände anfangen, etwas zu erzählen. Weil deine Stimme größer wird, ohne dass du drückst.

Nicht trotz der Selbstwahrnehmung. Wegen ihr.

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Mittwoch, 27. Mai 2026

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Dana Csapo
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